Waldorfkindergarten Düren e.V.

 

Satzung

 

 

§ 1 Name und Sitz

(1) Der Verein trägt den Namen „Waldorfkindergarten Düren e.V.“.

(2) Er hat seinen Sitz in Düren und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Düren eingetragen

(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 

§ 2 Vereinszweck

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung 1977 in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Der Verein fördert Bildung und Erziehung auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners.

(3) Zu seinen Aufgaben gehört ebenfalls die Aus- und Fortbildung von Erziehern und anderen pädagogisch interessierten Menschen sowie die Förderung dieser Bildungsaufgaben.

(4) Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Errichtung, Einrichtung und Betrieb von Tageseinrichtungen für Kinder im Sinne der Pädagogik Rudolf Steiners („Waldorfkindergärten“).

(5) Der Verein verfolgt weder konfessionelle noch politische Ziele.

 

 

§ 3 Selbstlosigkeit

(1) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2) Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

(3) Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins, auch nicht bei ihrem Ausscheiden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

 

§ 4 Mitgliedschaft im Verein

(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche und jede juristische Person werden, die seine Ziele (§ 2) unterstützt. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Antrag an den Vorstand. Eine etwaige Ablehnung der Aufnahme bedarf keiner Begründung. Die Mitgliedschaft tritt mit dem Tag der Erteilung der Aufnahmeerklärung in Kraft.

(2) Sollte der Verein Tageseinrichtungen für Kinder betreiben, dann sollen alle Erziehungsberechtigten, die die Einrichtungen für ihre Kinder in Anspruch nehmen, Vereinsmitglied werden und Trägeraufgaben übernehmen und gegebenenfalls den Status „Elterninitiative“ im Sinne des gültigen Gesetzes für Tageseinrichtungen für Kinder erfüllen.

(3) Die Mitgliedschaft von Eltern, die ihre Kinder in einer vom Verein betriebenen Tageseinrichtung für Kinder betreuen lassen, erlischt automatisch, wenn die Kinder aus der Einrichtung ausscheiden und die Eltern nicht schriftlich um eine Verlängerung nachsuchen.

Anträge auf Verlängerung der Mitgliedschaft sind wie Anträge auf Neuaufnahme zu behandeln.

(4) Pädagogische Mitarbeiter einer vom Verein getragenen Kindertageseinrichtung sollen Mitglieder des Vereins werden und sich für Trägeraufgaben mit verantwortlich fühlen.

 

 

§ 5 Ende der Mitgliedschaft im Verein

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitglieds, bzw. bei juristischen Personen durch den Verlust ihrer Rechtsfähigkeit. Der Austritt ist schriftlich beim Vorstand unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Monatsende zu erklären.

(2) Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.

Der Vorstand muss dem Mitglied vor Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. zur Stellungnahme geben. Das weitere Verfahren regelt der Vorstand in seiner Geschäftsordnung.

 

 

§ 6 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind

(1) der Vorstand

(2) die Mitgliederversammlung

(3) die pädagogischen Mitarbeiter (Kollegium).

 

 

§ 7 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens drei von der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliedern und der Leitung des Kindergartens. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

(2) Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

(3) Die Wahl erfolgt für die Dauer von zwei Jahren.

(4) Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich.

(5) Die amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihr Amt antreten.

(6) Scheiden Vorstandsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Amtszeit aus dem Vorstand aus, so sind die verbleibenden Vorstandsmitglieder berechtigt, den Vorstand aus dem Kreise der Mitglieder zu ergänzen. Diese Mitglieder müssen bei der nächsten Mitgliederversammlung bestätigt oder durch andere ersetzt werden.

(7) Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus.

(8) Der Vorstand kann sich der Unterstützung von Beratern, Dienstleistern und Geschäftsführern bedienen.

(9) Sollte der Verein Tageseinrichtungen für Kinder betreiben, können Einstellungen pädagogischer Mitarbeiter nur im Einvernehmen mit der Führung des Kollegiums erfolgen.

(10) Betreibt der Verein Einrichtungen, so sorgt der Vorstand für die Erstellung einer Ordnung dieser Einrichtung.

(11) Der Vorstand erstellt für seine Arbeit eine Geschäftsordnung.

 

 

 

§ 8 Die Mitgliederversammlung

(1) Der Vorstand muss mindestens einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung einberufen (ordentliche Mitgliederversammlung).

(2) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens einem Drittel der Vereinsmitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe an den Vorstand verlangt wird. (Sollte der Verein Tageseinrichtungen für Kinder betreiben, ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung auch dann einzuberufen, wenn mindestens 50 % der Mitglieder, die gleichzeitig Erziehungsberechtigte sind, unter Angabe des Zwecks und der Gründe dies beantragen.)

(3) Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt durch einfachen Brief an die letztbekannte Anschrift der Mitglieder oder - für die Mitglieder, deren Kinder eine vom Verein betriebene Tageseinrichtung besuchen - über die Familienpostfächer in der Einrichtung unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 14 Tagen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung.

(4) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß einberufen wurde.

(5) Sie fasst ihre Beschlüsse, sofern in der Satzung nichts anderes vorgesehen ist, mit einfacher Mehrheit der erschienenen Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

(6) Die Mitgliederversammlung wird in der Regel von einem Vorstandsmitglied geleitet. Beschlüsse werden protokolliert und vom Versammlungsleiter und dem von der Mitgliederversammlung gewählten Protokollanten unterzeichnet.

(7) Die Mitgliederversammlung als das oberste Beschluss fassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden.

Sie hat insbesondere folgende Rechte und Pflichten:

- Entgegennahme des Finanzberichtes und des Jahresberichtes für das abgelaufene Geschäftsjahr.

- Entgegennahme des Berichtes der Rechnungsprüfer.

- Entlastung des Vorstandes.

- Jährliche Wahl von zwei Rechnungsprüfern, die weder dem Vorstand angehören noch Angestellte des Vereins sein dürfen, um die Buchführung einschließlich Jahresabschluss zu prüfen und über das Ergebnis vor der Mitgliederversammlung zu berichten.

- Festsetzung der Mitgliedsbeiträge auf Vorschlag des Vorstandes.

- Wahl des Vorstandes.

 

 

§ 9 Die pädagogischen Mitarbeiter (Kollegium)

Für den Fall, dass der Verein Tageseinrichtungen für Kinder betreibt, bilden die pädagogischen Mitarbeiter (Kollegium) ein eigenes Organ. Das Kollegium trägt und verantwortet die pädagogische Arbeit. Es gibt sich eine eigene Geschäftsordnung, die insbesondere beinhaltet, wie Leitungs- und Führungsaufgaben wahrgenommen werden. Ein Vertreter des Kollegiums berichtet auf der Mitgliederversammlung über die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen.

 

 

§ 10 Satzungsänderungen

(1) Für Satzungsänderungen ist eine Dreiviertelmehrheit der erschienenen Vereinsmitglieder erforderlich. Änderungen des Vereinszwecks bedürfen der Zustimmung aller erschienenen Vereinsmitglieder. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt wurden.

(2) Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- und Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

 

 

§ 11 Auflösung des Vereins

(1) Die Auflösung des Vereins kann nur auf einer für diesen Zweck ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung erfolgen.

(2) Sie bedarf eines einstimmigen Beschlusses aller anwesenden Mitglieder des Vereins (Stimmenthaltungen werden nicht berücksichtigt).

(3) Wird keine Einstimmigkeit erzielt, so wird eine zweite Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einberufen. Sie muss spätestens sechs Wochen nach der ersten Mitgliederversammlung stattfinden.

Diese Versammlung kann mit wenigstens ¾ der erschienenen Mitglieder die Vereinsauflösung beschließen. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.

(4) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vereinsvermögen an die "Vereinigung der Waldorfkindergärten" zur ausschließlichen und unmittelbaren Verwendung für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke.

(5) Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens bedürfen der Zustimmung des Finanzamtes.

 

 

§ 12 Inkrafttreten

Vorstehende Satzung wurde beschlossen in der Mitgliederversammlung des Vereins vom 11.6.2008. Sie tritt anstelle der bisherigen Satzung des Vereins vom 09.09.2002 mit Eintragung ins Vereinsregister in Kraft.

 

Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der Satzung die männliche Form verwendet; selbstverständlich ist auch jeweils die weibliche Form angesprochen.